Warum - Gernsheimer Lesetage MINI 19. und 21. September 2012

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Warum

Warum gibt es die Gernsheimer Lesetage?

Romane, Geschichten, Lebensberichte, Briefwechsel – es gibt, auch neben den gerade genannten, eine Fülle von lesenswerten Texten. Dabei hat jede Autorin, jeder Autor einen eigenen Stil und eigene Themen, sie oder er schreibt heiter oder tragisch, sachlich oder ironisch, historisch oder kriminell…

Die Gernsheimer Lesetage zeigen, zumindest ansatzweise, diese Vielfalt und bieten damit nicht nur dem literaturbegeisterten Leser die Möglichkeit, sich intensiv mit dem geschriebenen Wort zu befassen. Vor allem wollen wir die Freude (nicht zwingend ist damit „Spaß“ gemeint) vermitteln, die das Lesen von Büchern bereitet!



Und daneben gibt es auch noch einen ganz „handfesten“ Grund:
die Leseförderung.



Schulen und Bibliotheken und Buchhandel leisten heute, neben dem staatlich finanzierten Unterricht, einen Hauptanteil der Leseförderung - mit vielfältigen Aktionen, seien es Büchernächte, Buch-Tausch-Aktionen, Leseclubs und vielem anderen, das meistens außerhalb der regulären Zeiten und großteils ehrenamtlich stattfindet.

Obwohl Leseförderung eine der zentralen Themen in der derzeitigen Bildungspolitik ist, hat sich die hessische Landesregierung (wie andere Landesregierungen auch) seit 2010 aus dem Gebiet der Leseförderung ein großes Stück zurückgezogen. Zu sehen ist das unter anderem an den Kürzungen für den Friedrich-Boedecker-Kreis, der über viele Jahre hinweg Autorenlesungen in Schulen mit finanzierte. Im Boedecker-Kreis sind Autoren, Schulen und Buchhandlungen zusammen geschlossen und bis 2009 waren mit Hilfe der staatlichen Zuschüsse Autorenlesungen zu recht geringen Kosten möglich. Da diese Zuschüsse nun fehlen, entfallen oft die Lesungen.

Doch gerade Lesungen, in denen Schüler direkten Kontakt zu Autorinnen und Autoren haben, in denen das eigentlich eher „abstrakte“ Medium Buch einen sehr menschlichen Aspekt bekommt, sind ein wesentlicher Bestandteil der Leseförderung. Besonders dieses hautnahe Erleben nimmt vielen der eher nicht Buch affinen Zuhörern die Scheu und bringt das Lesen direkt in den eigenen Lebensbereich. Autorenlesungen möglich zu machen, ist darum ein ausgesprochen wichtiges Anliegen.

Die Gernsheimer Lesetage, die eine Zusammenarbeit der Gernsheimer Büchereien, der Schulen und meiner Buchhandlung sind, haben außer dem oben genannten aber noch einen anderen Aspekt: dadurch, dass sie nicht nur in den Schulen, sondern ebenso in den Kindergärten und vor allem aber auch im Alltag der Erwachsenen stattfinden, bekommt das Lesen eine zusätzliche Aufwertung. Es wird zum einen als etwas Selbstverständliches wahrgenommen und zum anderen erlebt sich das lesende Kind als Teil eines größeren „Ganzen“ – und auch das ist lesefördernd im besten Sinne.


Lesen ist so viel mehr als eine Kulturtechnik – Lesen-Wollen ist notwendig
um ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

 
 
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